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Night on the Hill

Washington D.C.

Night on the Hill. Bild: Wikimedia

Washington, D.C., The Capital of The United States ist die Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Amerika. Da man keinem Bundesstaat das Vorrecht gewähren wollte, die amerikanische Hauptstadt zu beherbergen, untersteht die Stadt der direkten Gerichtsbarkeit des US Kongresses und ist somit nicht Teil eines amerikanischen Staates.

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Das Land am Potomac River, auf dem sich die beiden Städte Georgetown und Alexandria befanden, wurde von den Staaten Maryland und Virginia zur Verfügung gestellt. 1846 gab der Kongress den zu Virginia gehörenden Teil wieder zurück. Die Stadt, die ihren Namen zu Ehren von George Washington erhielt, wurde nach dem Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg im Jahr 1790 gegründet.

Was bedeutet der Zusatz "D.C."?

Die Abkürzung D.C. steht für District of Columbia. Die Amerikaner sagen auch einfach "The District" oder nur "D.C.", wenn sie von ihrer Hauptstadt sprechen. Ein (congressional) district in den USA ist ein Wahlkreis, in dem ein Mitglied des Repräsentantenhauses gewählt wird. Der nach dem Seefahrer Christoph Kolumbus benannte District of Columbia ist ein sogenannter "non-voting district", also ohne Stimmrecht im Kongress. (Allerdings gibt es Stimmrechte in verschiedenen Komitees des Hauses.)

In Washington D.C. befinden sich neben dem Sitz des amerikanischen Präsidenten im Weißen Haus auch das Parlament (the Congress) und der oberste Gerichtshof (Supreme Court). Viele nationale Denkmäler und Museen sowie Botschaften und Hauptquartiere internationaler Organisationen usw. befinden sich in Washington D.C.

Geschichtlicher Überblick

Als die ersten europäischen Seefahrer in dem Gebiet des the Anacostia River ankamen, bewohnten die Nacotchtank das Gebiet, die jedoch Anfang des 18. Jahrhunderts die Gegend verließen.

Als das Parlament 1783 in Philadelphia tagte, wurde es von einer Bande von Söldnern belagert. Durch diesen als Pennsylvania Mutiny of 1783 (Meuterei von Pennsylvania) bekannten Akt wurde die Notwendigkeit deutlich, dass die Sicherheit der Regierung der Vereinigten Staaten nicht von einem einzelnen Staat abhängig sein durfte. So wurde in der Verfassung festgelegt, dass ein unabhängiger Distrikt Regierungssitz werden sollte. Im Compromise of 1790 wurde vereinbart, dass die neue Hauptstadt in einem der Südstaaten errichtet werden sollte.

Die erste Sitzung im Kongress in Washington fand am 17. November 1800 statt. Bei einer Invasion britischer Truppen im August 1814 wurden unter anderem das Weiße Haus als auch das Capitol in Brand gesetzt und teilweise zerstört. Während die meisten Gebäude sehr schnell wiederhergestellt wurden, dauerte es bis zum Jahr 1868, bis das Capitol in seiner heutigen Form neu errichtet wurde.

Durch den Ausbruch des Amerikanischen Bürgerkriegs wuchs die Bevölkerungszahl aufgrund der Zunahme der Beschäftigten bei den Behörden und der Zuwanderung befreiter Sklaven stark an. Präsident Abraham Lincoln unterzeichnete 1862 den Compensated Emancipation Act, wodurch die Sklaverei im District of Columbia beendet wurde und 3.100 Sklaven frei kamen. 1868 erhielten die männlichen Afro-Amerikaner vom Kongress das Kommunalwahlrecht.

Geografische Lage

Washington, D.C. befindet sich in der Mittleren Atlantik-Region an der Ostküste der USA. Der District grenzt im Norden an den Montgomery County, Maryland, im Osten an Prince George's County, Maryland und im Süden und Südwesten an Arlington und Alexandria, Virginia. Der Potomac River mit seinen beiden Nebenflüssen Anacostia River und Rock Creek bilden die Grenze zu Virginia.

Die höchste Erhebung mit 125m befindet sich im Fort Reno Park, der niedrigste Punkt liegt am Potomac River auf Meereshöhe.

Klima

Washington D.C. liegt in der feuchten subtropischen Klimazone und hat 4 ausgeprägte Jahreszeiten. Das Klima der Stadt ist typisch für die Gebiete der Mittelatlantik-Staaten. Während im Frühjahr und im Herbst warme Temperaturen herrschen, sind es in den Sommermonaten zwischen 25 und 30°C bei hoher Luftfeuchtigkeit, was dazu führt, dass sehr häufig Gewitter und gelegentlich auch Tornados entstehen. Im Winter liegen die Temperaturen im Durchschnitt etwas über dem Gefrierpunkt. Bei Schneefall können bis zu 40 cm Schneehöhe erreicht werden. Etwa alle 4 bis 6 Jahre treten Blizzards auf, jene berüchtigten Schneestürme, die mit Windgeschwindigkeiten von über 70 km/h, annähernd null Sichtweite und Temperaturen von minus 10 Grad und kälter innerhalb weniger Stunden das ganze Land im Schnee (und Chaos) versinken lassen.

Hin und wieder verirrt sich im Spätsommer oder im frühen Herbst der Ausläufer eines von Süden kommenden Hurricanes nach Washington; die Auswirkungen sind aufgrund der Lage der Stadt weiter im Inland in der Regel jedoch nur noch schwach.

Rekorde:

Die höchste gemessene Temperatur war mit 41°C am 6. August 1918 und am 20. Juli 1930. Die niedrigste Temperatur wurde beim Great Blizzard of 1899 am 11. Februar dieses Jahres gemessen.

In einem typischen Sommer klettert das Quecksilber an 37 Tagen auf über 32°C und sinkt an 64 Nächten unter den Gefrierpunkt.

   
Gründung: 16. Juli 1790
Bundesdistrikt: District of Columbia
Beiname: The Federal City
Motto: Justitia Omnibus (Gerechtigkeit für Alle)
   
Links: Washington D.C. Website
Government Resource Center
District of Columbia Agency Directory
Medicare in the District of Columbia
   

 

 

 

 

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