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Indian River Lagoon National Scenic Byway

Indian River Lagoon National Scenic Byway. Bild: byways.org

Der Indian River Lagoon National Scenic Byway befindet sich in der East Central Region Floridas entlang der Space Coast. Von dem kleinen Ort Wabasso Beach im Indian River County im Süden bis nach Titusville im Norden sind es 65 Meilen (105 Kilometer) Luftlinie. Insgesamt erreicht der Indian River Lagoon Scenic Highway aufgrund zahlreicher Schleifen eine Länge von 260 Kilometern.

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Im Grunde handelt es sich bei dem Byway um eine Reihe verschiedener Straßen, die hauptsächlich auf beiden Seiten der Indian River Lagoon in Nord-Süd-Richtung verlaufen (die US 1 auf der westlichen Seite der Lagoon, im Osten die A1A und SR 3). Sie sind durch Querstraßen, die über die Lagoon hinwegführen, verbunden. Von Norden nach Süden sind dies:
State Road 402, Playalinda Beach Road, am nördlichsten Ende der Lagoon. Die Straße endet im Osten am Atlantischen Ozean. State Road 405 verbindet US 1 mit State Road 3.

Alle anderen in ost-westlicher Richtung verlaufenden Straßen verbinden die US 1 mit der A1A:
State Road 528, State Road 520, State Road 404, Eau Gallie Causeway (State Road 518), Melbourne Causeway (U.S. Highway 192), Wabasso Causeway am südlichen Ende der Lagoon

Der Highway führt vorbei an vielfältigen ursprünglichen Ökosystemen mit üppiger Pflanzen- und Tierwelt, die sich in Jahrtausenden hier entwickelt haben. Viele vom Aussterben bedrohte Tierarten finden hier Zuflucht. Seeschildkröten bauen überall entlang der Atlantikküste ihre Nester und Alligatoren bevölkern die Kanäle am Straßenrand. Genau wie einst die Indianer oder die ersten Siedler kann der Besucher heute ein ruhiges Fleckchen zum Ausspannen entdecken, oder im Ozean schwimmen. Oder an einer Lagune fischen.

Im Gegensatz dazu findet man im Besucherzentrum des Weltraumbahnhofs Kennedy Space Center der NASA auf Merritt Island östlich von Titusville Zeugen der modernen Welt. Auf Merritt Island befindet sich aber auch das Merritt Island National Wildlife Refuge und die Canaveral National Seashore, ein Naturschutz- und Erholungsgebiet mit 40 km Sandstränden.

Der Indian River Lagoon Scenic Highway führt durch weite Wildtier-Reservate und State Parks, in denen über 4.000 Pflanzen- und Tierarten zuhause sind. Ein Drittel der in den USA beheimateten Sekühen, den Manatees, leben dort. Besucher haben viele Möglichkeiten, das Land abseits von Straßen zu erkunden. Dazu gehören Segeln, Schwimmen, Surfen, Boot fahren, Angeln. Hier erhält der Reisende einen Einblick in ein fein ausbalanciertes Ökosystem.

Von Titusville nach Wabasso und zurück

Canaveral National Seashore

Die Fahrt auf dem Indian River Lagoon National Scenic Byway beginnt auf einer vorgelagerten Insel entlang der Atlantikküste. Der südliche Zugang ist Playalinda Beach, Titusville. Von der Interstate I-95 kommend nimmt man die Ausfahrt 220. Ab hier sind es noch 11 Meilen auf dem Florida Highway Fla 406/402 East (Garden Street). Man fährt durch einige Vororte von Titusville. Nach der Kreuzung mit der US 1 (S. Washington Ave.) überquert man den Indian River. Unmittelbar nach der Brücke befindet sich rechts das Self-Serve Information Center. Weiter auf der 402 kommt man zum Playalinda Beach. Rechter Hand sieht man die Launch Pads des Kennedy Space Center. Am Strand angekommen, geht es in nördlicher Richtung weiter. Dort gibt es ausreichend Parkplätze mit Stegen, die zum Strand führen. Nach etwa 4 Meilen, am Ende der Straße befindet sich eine Teleskopstation (Distant Object Attitude Measurement Systems DOAMS), die die Starts vom Kennedy Space Center überwacht.

Und dieser Teil des Strandes ist bei Nudisten sehr beliebt. Zwar ist das textilfreie Baden in Florida nicht erlaubt, es wird dort jedoch weitgehend nicht kontrolliert.

John F. Kennedy Space Center

Weiter geht es zum Kennedy Space Center Visitor Complex. Fahren Sie den Weg zurück bis nach Titusville und biegen sie an der Hopkins Avenue nach links ab auf die US 1 South. Und dann geht es immer geradeaus Richtung Süden, bis Sie ein ganzes Stück aus Titusville herauskommen. Unmittelbar nach der Abfahrt zur I-95 und in Richtung Orlando nehmen Sie die nächste Ausfahrt Kennedy Space Ctr. auf die SR 405 East. Sie sehen dann auch schon den Wegweiser zum Kennedy Space Center (6 ½ Meilen). Rechts befinden sich die American Police Hall of Fame & Museum und die Astronaut Hall of Fame, die zu Ehren der amerikanischen Astronauten erbaut wurde. Dort kann man die größte Sammlung persönlicher Memorabilia der Astronauten sehen. Die Astronaut Hall of Fame gehört zum Kennedy Space Center Visitor Complex.

Wenn Sie den Atlantic Intracoastal Waterway überquert haben, geht es geradeaus weiter, bis Sie nach 6 Meilen auf der rechten Seite den Kennedy Space Center Visitor Complex sehen. Besucher können sich die neue Ausstellung des Space Shuttle Atlantis℠ ansehen, die Simulation eines Shuttle Starts mitmachen oder eine Bustour über das NASA Gelände machen, oder einen Raketenstart live erleben. Auf dem Gelände gibt es einen Rocket Garden, in dem viele unterschiedliche Raketen zu betrachten sind, unter anderem eine Saturn V Mondrakete. Mondlandemodule, Gesteinsproben vom Mond zum Anfassen, Modelle von Modulen der Raumstation, ein Gespräch mit einem ehemaligen Astronauten und Vieles mehr gehört mit zum Programm. Planen Sie ausreichend Zeit für Ihren Besuch im Visitor Complex ein.

Enchanted Forest Sanctuary

Ein weiteres Highlight von ganz anderem Naturell ist das Enchanted Forest Sanctuary. Wenn man den Columbia Boulevard (SR 405) von der US 1 kommend knapp eine Meile westwärts fährt, sieht man rechts am Straßenrand den braunen Wegweiser zum Enchanted Forest County Park.

Der Park beherbergt vielfältige natürliche Lebensräume, deren natürliche Schönheit der Besucher auf mehreren Meilen langen Wanderwegen erforschen kann. Man findet im Enchanted Forest Sanctuary fünf grundlegende Lebensraumtypen: Oak Scrub (Eichenwald und Gestrüpp), Mesic Hammock und Hydric Hammock (Hartholz-Baumgruppen auf trockenem oder feuchtem Boden), Wet Prairie (feuchtes Grasland) und Pine Flatwood (Pinienwald). Unter den Tierarten findet man: Eastern Indigo Snake, Florida Scrub Lizard (Eidechse), Gopher Tortoise (Gopherschildkröte), White-Tailed Deer (Weißwedelhirsch) und Bobcat (Nordamerikanischer Rotluchs). Tierbeobachtung, Naturfotografie und Wandern sind beliebte Freizeitaktivitäten im Park.

Brevard Zoo

Mehr als 650 Tiere von über 165 verschiedenen Arten, die in Florida, Süd Amerika, Afrika, Asien und Australien beheimatet sind, kann der Besucher im Brevard Zoo in Melbourne sehen. Nehmen Sie die Ausfahrt 191 auf der Interstate I-95 und fahren Sie Richtung Osten bis zur Kreuzung North Wickham Road/Murrell Road, dann rechts abbiegen.

Auf dem 30 ha großen Gelände im Brevard Zoo kann man Tiere bei der Fütterung beobachten, es gibt dort Giraffen, Flamingos, Alligatoren, Nashörner und Papageien. Außerdem werden Kajak- und Paddelboot Touren angeboten und es gibt die Möglichkeit, eine Zugfahrt mit dem Cape to Cairo Express zu unternehmen.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website des Brevard Zoo

Wabasso Island und das Environmental Learning Center

Die nächste Station, das Environmental Learning Center auf Wabasso Island, erreicht man entweder über die A1A, indem man in Wabaso Beach an der SR 510 nach Westen abbiegt. Oder über die US 1, ebenfalls auf die SR 510 in Richtung Osten. Im Environmental Learning Center können die Besucher geführte Wanderungen machen, bei denen die Flora und Fauna der Insel aus nächster Nähe erkundet werden können.

Sebastian Inlet State Park

Der Sebastian Inlet State Park befindet sich etwa 10 Meilen südlich von Melbourne Beach und liegt auf beiden Seiten des Sebastian Inlet. Für die Besucher gibt es viele Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, darunter drei Meilen Strände zum Schwimmen, Surfen oder Sonnenbaden. Fischen, Picknick, Boot oder Kanu fahren, Schnorcheln, Tauchen oder Beobachten von Tieren sind beliebte Beschäftigungen an der Indian River Lagoon. Die zwei Museen im Park bieten Einblicke in die geschichtliche Entwicklung des Gebietes rund um den Park.

Das Sebastian Fishing Museum hat sich zum Ziel gesetzt, der Öffentlichkeit die Geschichte des Fischereiwesens von Sebastian näher zu bringen. Im Museum kann man eine Nachbildung eines typischen Fischerhauses und einer Anlegestelle betrachten. Außerdem befinden sich dort selbst hergestellte Fischerboote, Fischereizubehör und Fotos aus der Region. Ein ca. 24 Minuten langes Video zeigt sowohl geschichtliche Hintergründe als auch Einblicke in das reichhaltige Wildleben in der Indian River Lagoon.

Im McLarty Treasure Museum sind Artefakte einer Spanischen Schatzflotte ausgestellt, die im Jahr 1715 hier gesunken ist. Darunter befinden sich Gegenstände aus Gold und Silber, Golddublonen, Goldbarren, Seltene Stücke Chinesisches Porzellan und zahllose Alltagsgegenstände. Hier an dieser Stelle haben die wenigen Überlebenden Lagerplätze errichtet.

Pavillions und Picknickflächen können von Familien genutzt werden, voll ausgestattete Campingplätze und eine Bootsrampe sind ebenfalls vorhanden.

Pelican Island National Wildlife Refuge

Die Pelican Island befindet sich in der Indian River Lagoon. Im Westen der Lagune liegt Sebastian und im Osten befindet sich an der A1A der Ort North Beach. Es gibt keine Straßenverbindung zur Pelican Island, sie kann nur mit (Charter ) Booten erreicht werden. Das Pelican Island National Wildlife Refuge liegt westlich der A1A am nördlichen Ende des Jungle Trail

Von der Interstate I-95 nehmen Sie die Ausfahrt 156 nach Osten in Richtung Sebastian. An der US 1 nach Süden rechts abbiegen und weiterfahren bis zur County Road 510 in Wabasso. An der Kreuzung links abbiegen und die Indian River Lagoon überqueren. An der A1A links in Richtung Norden abbiegen. Nach 3,7 Meilen befindet sich am rechten Straßenrand das Braune Hinweisschild zum Pelican Island National Wildlife Refuge. Nach links in den Historic Jungle Trail abbiegen.

Es gibt es einen ca. 400 Meter langen Boardwalk, einen 5 ½ Meter hohen Beobachtungsturm und zwei 4 Kilometer lange Wanderwege, erklärende Schilder, Informationskiosks, Toiletten.

Brütende Vögel dürfen nicht gestört werden. Aus diesem Grund ist es im Park nicht gestattet, denTeren zu nahe zu kommen. Während der Brütezeit, die von Ende November bis in den späten Juli dauert, kann man viele Vogelarten beobachten:

Brown Pelican (Brauner Pelikan), Wood Storks (Waldstorch), White Ibises (Schneesichler), Black-crowned Night Herons (Nachtreiher), Double-crested Cormorants (Ohrenscharbe), Reddish egrets (Rötelreiher), Snowy egrets (Schmuckreiher), und Great egrets (Silberreiher), und Great Blue Herons (Kanadareiher), Little Blue Herons (Blaureiher) und Tricolored Herons (Dreifarbenreiher).

Im Winter sieht man insbesondere Lesser Scaup (Veilchenente), Blue-winged Teal (Blauflügelente), Mottled Ducks (Floridaente), Great Northern Divers (Eistaucher), Laughing Gulls (Aztekenmöwe), American White Pelicans (Nashornpelikan) und Red-breasted Mergansers (Mittelsäger). Im Sommer halten Sie Ausschau nach Roseate Spoonbills (Rosalöffler), Magnificent Frigatebirds (Prachtfregattvogel) und Least Terns (Amerikanische Zwergseeschwalbe).

Archie Carr National Wildlife Refuge

Das Archie Carr National Wildlife Refuge erstreckt sich über 20 Meilen entlang der A1A an der Ostküste Floridas zwischen Melbourne Beach im Norden und Wabasso Beach im Süden. Das südliche Ende des Schutzgebietes beginnt am Golden Sands County Park in der Nähe von Wabasso, etwa 2 Meilen nördlich der Kreuzung A1A und SR 510. Aus nördlicher Richtung sind es ab der Kreuzung A1A und US 192 ca. 5 Meilen bis zum Eingang am Coconut Point Park.

Das Schutzgebiet wurde 1991 gegründet und nach Dr. Archie Carr benannt, einem Professor für Zoologie und führenden Experten für Seeschildkröten. Hier leben 025-35% der Seeschildkröten der USA. Außerdem ist das Gebiet Heimat einiger Lederschildkröten. Die Lederschildkröte ist die größte lebende Schildkröte. Die ca. 15.000 bis 20,000 Tiere, die jährlich zum Brüten hierher kommen, sind an den langen, ruhigen Sandstränden weitgehend ungestört.

 

 

 

 

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